MY SWEET PEPPER LAND


Frankreich, Deutschland, Kurdistan 2013/ 95 min
Regie: Hiner Saleem
Hauptdarsteller: Golshifteh Farahani, Korkmaz Arslan
Produzenten: Marc Bodure, Robert Guédiguian / AGAT Film & Cie (Frankreich)
Produktionsfirma: AGAT Film & Cie (Frankreich), in Koproduktion mit Rohfilm (Deutschland) & HS Production (Kurdistan)


Nach Jahren im Kampf um die kurdische Unabhängigkeitnimmt Baran (Korkmaz Arslan) den Posten des Polizei-Kommandanten in einem gottverlassenen Dorf im Grenzgebiet des Iran, Irak und der Türkei an: ein Mekka des illegalen Handels. Dort trifft er auf Govend (Golshifteh
Farahani), eine junge Lehrerin, die gekommen ist, um gegen alleWidrigkeiten die Kinder des Dorfes zu unterrichten. Auf den Fersen sind den beiden Govends zwölf Brüder und der Pate des Dorfes Aziz Aga (Tarik Akreyi). Doch gemeinsam halten Govend und Baran (Korkmaz Arslan) den althergebrachten Strukturen ihren Mut und ihre Aufrichtigkeit entgegen. Und finden in den Wirren des Umbruchs zueinander.

DIE ERBIN


Deutschland, Türkei / 2013 / 75 min
Regie: Ayse Polat
Darsteller: Mina Özlem Sagdic, Oktay Cagla
Produzentin: Ayse Polat
Produktion: 3P-Filmproduktion


Hülya, eine junge deutsch-türkische Schriftstellerin, beschließt einen Roman über ihren verstorbenen Vater zu schreiben. Um ihn besser kennen zu lernen, reist sie nach Damal, wo ihr Vater geboren und aufgewachsen ist. Sie trifft seine Jugendfreunde und rekonstruiert sein Leben – in der Schule, zu Hause und in der expansiven Landschaft im Dorf. Während ihrer Beobachtung, scheint ihr das Bild ihres Vaters und der Ereignisse, die ihn geprägt haben, nicht mehr so positiv. Gleichzeitig präsentieren sich die Gegenwart, die Vergangenheit, die Realität und die Phantasie zunehmend natürlich und es wird immer deutlicher, dass das Gedächtnis kein unfehlbares Instrument ist. Die Natur, mal idyllisch und mal gnadenlos, bildet eine atmosphärische Einrichtung für diese Reflexion über den Wert der Familienanleihen, der Liebe
und der Ehre.

 

Mein Paradies


KRG Irak, Deutschland, Libanon / 2016 / 104 min
Darsteller: Ara Keshishian, Almaza Eyanê, Abid Xelîl, Siyamed Osman, Muzhar Osterkhan
Produzent: Ekrem Heydo
Produktion: Artîstîk Film

Ein Klassenfoto… Es entstand vor einem Viertel Jahrhundert in der Stadt Serêkaniyê im kurdisch geprägten Norden Syriens. Das Foto reflektiert die multiethnischen Gesellschaft Serêkaniyês, die jahrhundertelang friedlich zusammenlebten. Seit der „Arabischer Frühling“ Anfang 2011 auch Syrien erreicht hat, erschüttert ein Bürgerkrieg das Land und die Menschen finden sich in unterschiedlichen politischen und konfessionellen Lagern wieder. Der Film begibt sich auf die Spuren der Klassenkameraden deren Leben das Schicksal in unterschiedliche Richtungen gelenkt hat. Zwischen Flucht, Vertreibung und Kampf um das Überleben suchen die Protagonisten nach der Bedeutung von Freundschaft und Heimat vor dem Hintergrund des immer komplizierter werdenden Bürgerkrieges.

LETTER TO THE KING


Norwegen / 2014 / 75 min
Darsteller: Nazmi Kirik, Aliba Salimi, Ivan Anderson, Hasan Demirci, Zheer Ahmed Qader, Amin
Senatorzade, Raouf Saraj
Produzenten: Hisham Zaman and Alan Milligan
Produktion: Zaman Film

Letter to the King verfolgt fünf Menschen, die eine Genehmingung erhalten, aus dem Niemandsland des norwegischen Flüchtlingskamps nach Oslo zu ziehen: das ansonsten abwechslungslose Alltagsleben ändert sich in angenehmer Art und Weise. Bald wird klar, dass die Reise für jeden einen bestimmten Zweck erfüllt. Alle fünf setzen sich mit dem eigenen Schicksal auseinander und erfahren dabei Glück, Leid, Demütigung, wie auch die Suche nach Liebe und Rache. Was die fünf Geschichten miteinander verbindet, ist ein Brief, geschrieben von dem 83-jährigen Mirza. Mirza’s Ziel ist es, dem König Norwegens den Brief persönlich abzugeben.

 

MEMORIES ON STONE


Deutschland, KRG Irak / 2014 / 97 min
Regie: Shawkat Amin Korki
Darsteller: Hussein Hassan, Nazmi Kirik, Shima Molaei
Produzent: Mehmet Aktaş
Poduktion: Mîtosfilm


Nach dem Sturz Saddam Husseins im Irak, beschließen die kurdischen Jugendfreunde Hussein und Alan einen Film über die Anfal Operationen, den Genozid des irakischen Regimes gegen die kurdische Bevölkerung im Nordirak, zu drehen. Aber das Filmemachen im Nachkriegskurdistan ist kein einfaches Spiel und die schwierigste Aufgabe scheint das Finden der weiblichen Hauptdarstellerin. Doch dann taucht plötzlich Sinur auf: jung, schön und vom Projekt begeistert. Aber Sinur kann nicht alleine entscheiden: ihr Cousin Hiwar und sein Vater, Onkel Hamid, haben ihr Schicksal in der Hand. Die Probleme werden immer größer, sie haben kein Geld mehr, aber Hussein und Alan opfern alles um weiterdrehen zu können. Doch dann, in einem tragischen Moment, wird Hussein während des Drehs der finalen Szene angeschossen. Die größte Frage von allen: Wird es der Film jemals auf die Leinwand schaffen?

REŞEBA – THE DARK WIND


KRG Irak, Deutschland, Katar / 2016 / 89 min
Regie: Hussein Hassan
Darsteller: Rekesh Shahbaz, Diman Zandi, Meryem Boobani, Adil Abdulrahman
Produzent: Mehmet Aktaş
Poduktion: Mîtosfilm


REŞEBA – THE DARK WIND ist der erste Spielfilm, der den Genozid an den Eziden durch den sogenannten Islamischen Staat in der kurdischen Shingal-Region thematisiert:
Das junge ezidische Liebespaar – Reko und Pero – wird getrennt, als der sogenannte Islamische Staat ihr Dorf in der Shingal-Region angreift. Die Terroristen morden sich durch die Dorfgemeinschaft und verkaufen die schöne Pero sowie weitere junge Mädchen auf dem Sklavenmarkt.
Doch Reko begibt sich auf die Suche nach seiner Verlobten und spürt sie schließlich in Syrien auf. Die beiden finden Schutz in einem Flüchtlingslager, in dem auch Peros und Rekos Familien untergebracht sind. Doch Peros Trauma sitzt tief und die traditionelle ezidische Gemeinschaft hat Schwierigkeiten das Schicksal der jungen Frau zu akzeptieren. Die Zukunft der jungen Liebe bleibt ungewiss.

HAUS OHNE DACH


Deutschland, KRG (Irak), Katar/ 2016 / 117 min
Regie: Soleen Yusef
Darsteller: Mina Ozlem Sagdıç, Sasun Sayan, Murat Seven, Wedad Sabri, Ahmet Zirek, Hussein Hassan, Feyyaz Duman
Produzent: Mehmet Aktaş
Koproduzent: Igor Dovgal
Producer: Jana Raschke
Poduktion: Mîtosfilm in Koproduktion mit Essence Film, Swr, Arte, Filmakademie Baden-Württemberg


HAUS OHNE DACH erzählt die Reise der drei Geschwister ALAN, JAN und LIYA, die in der kurdischen Region des Iraks geboren und in Deutschland aufgewachsen sind. Die Drei wollen den letzten Wunsch ihrer Mutter erfüllen und sie neben dem im Krieg verstorbenen Vater in ihrem Heimatdorf beerdigen. Auf der nervenaufreibenden Kurdistan-Odyssee werden sie aber nicht nur mit ihrer kurdischen Großfamilie konfrontiert, die den letzten Wunsch der Mutter nicht akzeptiert, sondern vor allem mit sich selbst. Sie haben sich in den letzten Jahren sehr voneinander distanziert, jeder lebt sein eigenes Leben, und wenn dann mal Gespräche stattfinden, bestehen diese meist nur aus gegenseitigen Vorwürfen. Parallel wird im Verlauf ihrer Reise spürbar, dass sich in ihrem Heimatland ein fürchterlicher Konflikt anbahnt, dessen Ausmaß zunächst niemand erahnen kann.

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EISZEIT Kino

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Das EISZEIT Kino ist barrierefrei ausgestattet. Wenn Sie mit dem Rollstuhl kommen, oder nicht über die Treppe laufen können, bringen wir Sie mit dem Fahrstuhl zu den Sälen im Untergeschoß. Bitte schreiben Sie uns per Email an info@eiszeit.berlin, damit wir Sie empfangen können. Achtung: Zur Zeit gibt es keine Rampe am Haupteingang des Kinos.

Demnächst wird ein Behindertenparkplatz im Hof des EISZEIT Kinos verfügbar sein.

Das EISZEIT Kino ist gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Ausreichend ausgewiesene Stellplätze befinden sich an der Skalitzer Straße, Ecke Zeughofstraße.

Profil

Seit 2002 veranstaltet mîtosfilm in Kooperation mit dem Sprachenatelier Berlin das Kurdische Filmfestival in Berlin.
Zu unseren Förderern gehörten bereits die Lotto Stiftung Berlin sowie der Hauptstadtkulturfonds. Das Festival bietet kurdischen Filmemacherinnen und Filmemachern aus aller Welt die Möglichkeit, ihre Filme einem kosmopolitischen Publikum vorzustellen. Wir schaffen intime Einblicke in die kurdische Kultur und politische Situation, die in den alltäglichen Medien nicht gegeben werden können. Wir verstehen das Festival als Begegnungsstätte verschiedener Kulturen sowie Plattform für politische Diskussionen und künstlerischen Austausch. Rahmenveranstaltungen wie Podiumsdiskussionen oder Konzerte ergänzen das sorgfältig kuratierte Arthouse-Filmprogramm. Unser Programm spiegelt die Vielfalt der kurdischen Gesellschaft sowie des kurdischen Filmschaffens wider und regt zum Austausch an. Das Kurdische Filmfestival in Berlin ist Treffpunkt für alle, die an einem friedlichen Dialog über Politik, Kunst und Kultur interessiert sind.

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